2014 wurde ich Zeugin, wie ein Mann von einem Bus erfasst wurde. Obwohl ich als Krankenschwester alles versuchte, um ihn zu retten, verstarb er leider einige Tage später. Nach diesem Vorfall hatte ich wiederkehrende Albträume und litt oft unter Panikattacken, wenn ich die Straße entlangfuhr, auf der sich der Unfall ereignet hatte. Ein paar Monate später zerbrach meine Ehe, und ich kämpfte sehr mit Panikattacken und einem ständigen Angstgefühl. Ich hatte ständig das Gefühl, dass mir oder einem Familienmitglied etwas Schlimmes zustoßen würde. Es fiel mir extrem schwer, die negativen Gedanken loszuwerden. Ich fühlte mich ständig müde, obwohl ich mehr als genug schlief. Ich glaubte fest daran, dass es mir mit der Zeit besser gehen und sich meine Stimmung bessern würde. Doch die Monate vergingen, und die Angst hielt an.
Ende 2015 ging es mir immer noch nicht gut. Da stieß ich auf einen Artikel, in dem stand, dass Laufen die psychische Gesundheit fördert. Ich lud mir das „Couch to 5k“-Programm herunter und meldete mich nervös in einem Fitnessstudio an. Anfangs fühlte ich mich ziemlich unsicher. Bei meinem zweiten Besuch fiel ich sogar vom Laufband, was mich aber irgendwie beruhigte, denn ich dachte: Jetzt kann ich mich ja nicht mehr blamieren, haha. Ich meldete mich für den Sunderland 10k an, was mir ein tolles Ziel vor Augen führte, aber tief in mir drin glaubte ich nicht, dass ich es schaffen könnte; ich hatte mein Selbstwertgefühl komplett verloren.
Vielen Dank an Jaime für diese Geschichte. Im Rahmen von #MilesForMind möchten wir Spenden für Mind sammeln und gleichzeitig das Bewusstsein für psychische Erkrankungen stärken.