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Miles For Mind – Wie sieht eine psychische Erkrankung aus? Von Katy Coffman

Miles For Mind - What does mental illness look like? By Katy Coffman

Wie äußert sich eine psychische Erkrankung? Für mich bedeutet sie, seit elf Jahren drogenfrei zu sein und weiterhin daran zu arbeiten, meine generalisierte Angststörung in den Griff zu bekommen. Ich bin Mutter, Ehefrau, berufstätig und Läuferin.

 

Vor etwa einem Jahr suchte ich nach einer Tätigkeit, die ich nur für mich selbst ausüben konnte. Viele meiner Ängste rühren daher, dass ich die Kontrolle über mein Umfeld behalten möchte. Ich führe ein ziemlich ausgefülltes und tolles Leben; ich arbeite Vollzeit, habe einen verständnisvollen Ehemann und zwei wundervolle Kinder. Ich brauchte etwas, das ganz mir gehörte, etwas, über das ich die Verantwortung übernehmen konnte.

Eine Freundin schlug mir vor, mit dem Laufen anzufangen, und ich hielt sie für verrückt. Ich meine, ich als Läuferin? Niemals! Ich habe zwei kaputte Knie und war mir sicher, dass ich niemals „schnell genug“ sein würde. Sie hat mich aber überzeugt, und darüber bin ich sehr froh.

Mein Lauftraining begann sehr langsam, ich hatte keine Ahnung, was ich tat. Dann kam mir die verrückte Idee, einen Halbmarathon zu laufen, weil ich fest an große Ziele glaube. Ich denke, sie spornen einen an, besser zu werden, und außerdem hätte ich dann einen Trainingsplan. Ich merkte schnell, dass ich zwar selbst bestimmen kann, was ich ins Laufen investiere, aber es gibt viele Unbekannte.

Jeder Lauf hat seinen ganz eigenen Charakter. Ich liebe die Zeit beim Laufen; ich kann mich konzentrieren und meinen Tag strukturieren. Manchmal gehe ich mit meinem kleinen Begleiter im Kinderwagen laufen und laufe ein paar Kilometer. Ein langer Lauf kann Körper und Geist fordern; es wäre leicht, aufzugeben oder den Lauf abzukürzen. Stattdessen halte ich durch und habe ein großartiges Erfolgserlebnis. Das hilft mir, meine Ängste zu überwinden und mich selbst anzunehmen.

Nach meinem ersten Halbmarathon war ich dem Laufen verfallen. Ich liebte das Erfolgserlebnis und die Erkenntnis, wie stark mein Körper und mein Geist sind. Wenn man mit einer Sucht oder einer psychischen Erkrankung kämpft, fühlt man sich oft schwach. Das Laufen erinnert mich daran, dass ich Hindernisse überwinde, mich anstrenge und immer besser werde. Es zeigt mir, dass ich stark und kraftvoll bin und dass ich mehr bin als meine psychische Erkrankung oder meine Genesung.

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Vielen Dank, Katy, dass du deine Geschichte darüber geteilt hast, wie dir das Laufen mental hilft. Wir hoffen, dass sie andere dazu inspiriert, ebenfalls die Laufschuhe zu schnüren und so etwas für die psychische Gesundheit zu tun. Für Expertenrat zum Thema psychische Gesundheit wende dich bitte an die großartige Organisation Mind.

Sie werden nicht aufgeben, bis jeder, der ein psychisches Problem hat, Unterstützung und Respekt erfährt.

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