Ich habe vor etwa 18 Monaten mit dem Laufen angefangen. Mein damaliger Partner, ein begeisterter Läufer, hat mich dazu ermutigt. Wir begannen langsam mit etwa 3 km und ich war sofort vom Lauffieber gepackt. Anfangs ging es mir hauptsächlich um meine Fitness, aber mit der Zeit wurde es zu meinem Ausgleich.

Nach ein paar Monaten wurde ich schneller, lief weitere Strecken und war in absoluter Hochstimmung. Man sagt ja, glückliche Läufer gäbe es nicht, und dem kann ich nur teilweise zustimmen, aber es gibt kein vergleichbares Gefühl, als im Ziel eine persönliche Bestzeit zu erzielen.
Ich begann mit 5-km-Läufen in Sussex und das Sammeln von Medaillen war für mich der absolute Wahnsinn. Ungefähr im November 2017 zog ich mir eine Knieverletzung zu, die mich psychisch sehr belastete. Ich suchte verschiedene Physiotherapeuten auf, aber keiner konnte die Ursache wirklich finden. Ich schaffte zwar kurze Strecken, aber nichts über 2 oder 3 km.
Letztes Jahr hat mich eine Depression völlig aus der Bahn geworfen. Es war eine dunkle und isolierende Zeit in meinem Leben. Ich schaffte keine 1 km mehr, ohne dass mein Knie mich qualvoll zum Stehen brachte. Ich hatte 2016 nach einem schweren Autounfall mit einer posttraumatischen Belastungsstörung zu kämpfen, und das hier hat mich endgültig an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Ich habe lange nicht begriffen, was los war. Ich hörte ganz mit dem Laufen auf, hatte keine Energie und keine Lust, irgendetwas anderes zu tun, als im Bett zu liegen. Ich hatte meinen Lebensmut verloren und jede Hoffnung, dass mein Leben mehr sein könnte als dieses trostlose, dunkle Loch, in dem ich gefangen war.

Mit der Unterstützung meiner Familie und Freunde habe ich mein Leben wieder in den Griff bekommen. Ich war einige Monate bei einem Chiropraktiker, der mir geholfen hat, wieder fit zu werden, und trainiere aktuell für den Lancing 10km-Lauf. Über psychische Gesundheit wird immer offener gesprochen, und ich finde es so wichtig, dass jeder, der Ähnliches erlebt, darüber spricht. Nur indem wir unsere Geschichten teilen und offener miteinander umgehen, können wir das negative Stigma psychischer Erkrankungen überwinden.
Laufen ist für mich absolute Auszeit. Ich versuche, zwei- bis dreimal pro Woche laufen zu gehen. Draußen an der frischen Luft zu sein und mich zum Sport anzuspornen, ist das beste Mittel für meine mentale Gesundheit. Laufen bringt ganz neue persönliche Herausforderungen mit sich; es kann ein Mannschaftssport sein und Menschen zusammenbringen oder einem die dringend benötigte Selbstfürsorge ermöglichen.
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Herzlichen Dank an Sophie für ihre Geschichte! Wenn auch Sie andere dazu inspirieren möchten, es ihnen gleichzutun, schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit Ihrem Blog an info@runr.co.uk.
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