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Das längste Rennen

The Longest Race
Leggings an, check. Weites T-Shirt, check. Schuhe an. Entschlossen. Ich stand kurz vor meinem ersten C25K-Lauf. Natürlich im Dunkeln zwischen den Bäumen, denn wenn mich jemand sehen würde, würde mich jeder auslachen. Eine Minute laufen, eine Minute gehen. Warum war das so anstrengend? Wie soll ich das Programm durchziehen, wenn ich nicht mal eine Minute durchhalten kann? Bin ich kaputt? Brauche ich etwa lange Beine zum Laufen? All die Selbstzweifel hatten sich am Ende gelohnt. Ich hatte meinen ersten Lauf geschafft und fühlte mich unglaublich. Ein Gefühl, das ich seit der Geburt meines Sohnes nicht mehr hatte.

Das war nicht mein erster Lauf. Mir war nicht bewusst, dass ich schon sehr lange in meinem Leben auf der Flucht war. Weglaufen vor den flüchtigen Gedanken in meinem Kopf. Weglaufen vor der Dunkelheit, die mich jeden Moment zu verschlingen drohte. Alles hinter Lächeln und Witzen verborgen. Niemand um mich herum bemerkte, dass alles um mich herum zusammenbrach.

Kein Wollknäuel ist unendlich, irgendwann ist alles aufgeribbelt. Ich konnte nicht länger so weitermachen. Ich konnte nicht einfach tatenlos zusehen und mich damit abfinden, dass das mein Leben sein sollte. Ich konnte nicht länger davonlaufen und mit dem Unheil flirten. Acht Jahre des Versteckens neigten sich dem Ende zu; der längste Lauf meines Lebens ging endlich zu Ende.

Ich habe den Mut gefunden, das schwierigste Gespräch meines Lebens zu führen. Glücklicherweise war mein Hausarzt sehr geduldig und verständnisvoll, während ich acht Jahre lang darum rang, die Worte auszusprechen, die ich aussprechen musste. Ich habe Medikamente verschrieben bekommen und über meinen Arbeitgeber eine Beratung erhalten. Mit der Zeit konnte ich das Ende, das ich für unerreichbar gehalten hatte, in Sichtweite bringen.

Beide Läufe in meinem Leben sind leichter geworden. Ich nehme zwar immer noch Medikamente, aber das Laufen in meinen Alltag zu integrieren, hilft mir dabei. Ich habe mich von einer Minute Laufen auf 5 km mehrmals pro Woche gesteigert. Ich habe an Wettkämpfen teilgenommen und bin beim Parkrun mitgemacht. Ich bin nicht die beste Läuferin der Welt. Normalerweise lande ich eher im unteren Bereich der Ergebnisliste, aber das ist okay. Das Gefühl nach dem Laufen ist es immer wert.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, deinen ersten C25K-Lauf zu absolvieren, dann mach es einfach! Du wirst es nicht bereuen, und obwohl du im Laufe des Programms immer längere Strecken zurücklegst, wird es leichter. Niemand lacht dich aus. Denk mal an die Leute, die du beim Laufen gesehen hast. Lacht ihr über sie oder bewundert ihr sie? Die meisten Menschen, die man auf der Straße sieht, vergisst man, sobald man an ihnen vorbeigelaufen ist. Das Schwierigste ist der Anfang und der Gang aus dem Haus.

Bei Fragen zur mentalen Gesundheit oder zum Laufen könnt ihr mir gerne eine Nachricht auf Instagram schicken: @stephlouisefitness

Wenn Sie an Mind spenden oder meine Seite teilen möchten, finden Sie meine Spendenseite unter justgiving.com/fundraising/100milesformind

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