Es ist nicht so, wie es sich anhört. Keine Sorge, wir behalten unsere Kleidung an.
Manche Menschen sind von Daten besessen. Welches Tempo laufe ich, wie viele Kilometer habe ich zurückgelegt, wie gut sieht das wohl aus, wenn ich es in meinen Lauftracker hochlade und mit Freunden teile?
Am Wochenende ging ich im Rahmen meines Marathon-Trainings joggen und merkte, dass ich meine Laufuhr vergessen hatte (ich war ja verreist!). Nachdem sich der erste Schreck und die Panik gelegt hatten, plante ich kurzerhand eine Route auf Google Maps (die Technik musste ja schließlich auch mal eine Rolle spielen!) und lief los.
Was dann geschah, war bemerkenswert. Ohne jegliche Daten, die ich erfassen musste, konnte ich einfach nach meinem Körpergefühl laufen. Es war das erste Mal seit Langem, dass ich mit solch einer Intensität und Freiheit lief. Immer weiter zu laufen, je wohler sich mein Körper mit der Zeit fühlte, und nicht zurückzublicken, weil das Tempo im Vergleich zu meinem geplanten Ziel zu schnell war, war befreiend. Das alles gipfelte darin, dass ich schon von Weitem einen Sprint ansetzte und den Vater eines Freundes überholte, der – ich zitiere – bemerkte: „Der ist ja an mir vorbeigerauscht!“
Ich werde wohl nie die genaue Distanz, Zeit oder das Tempo erfahren, aber es fühlte sich schneller an als sonst. Wie dem auch sei, jeder Kilometer zählt, und du überholst alle, die auf dem Sofa sitzen.
Wir empfehlen Ihnen, einmal pro Woche einen Lauf ohne Kleidung in Ihr Training einzubauen und dabei auf Ihr Körpergefühl zu achten.
Viel Glück beim Nacktlaufen, und vergiss nicht, deine Kleidung anzubehalten!
PS: Wir haben die Strecke auf ca. 14 Meilen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 8:15 bis 8:30 Minuten pro Meile geschätzt. :o)
PPS: Das heißt wahrscheinlich, es waren 8 Meilen in einem Tempo von 10 Minuten pro Meile...!