Direkt zum Inhalt
  • Über 85.000 Bestellungen seit 2016 | Von Läufern geschätzt | ⭐⭐⭐⭐⭐ Bewertungen

Auf lange Sicht dabei – von Karen Bennett

In It For The Long Run - by Karen Bennett

Auf lange Sicht dabei – von Karen Bennett

Wer von euch hat früher gerne den London-Marathon im Fernsehen geschaut, ist aber völlig außer Atem geraten, wenn er selbst mal um den Block gelaufen ist?

Ich gehörte definitiv in diese Kategorie. Nicht, dass ich nicht sportlich gewesen wäre, aber mein Bruder war der talentierte Läufer in unserer Familie, und ich – nun ja, ich war es nicht. Einen Marathon zu laufen, stand aber schon lange auf meiner Wunschliste. Nachdem ich zehnmal bei der London-Marathon-Auslosung leer ausgegangen war und mein 40. Geburtstag vor der Tür stand, dachte ich mir, ich könnte meine Midlife-Crisis ja gleich mal in Angriff nehmen und meldete mich 2013 für den Brighton-Marathon an.

Aus Angst, andere Läufer bei meinen langen Läufen aufzuhalten, lief ich Woche für Woche allein. Am Wettkampftag beging ich den Anfängerfehler, zu schnell loszulaufen, und brach nach 25 Kilometern komplett ein. Die letzten 16 Kilometer waren eine Mischung aus Schluchzen, Schmerzen und Adrenalinrausch. Innerhalb einer Stunde nach dem Zieleinlauf hatte sich mein einmaliger Marathon in ein „Nochmal könnte Spaß machen“ verwandelt.

Ich bin Lehrerin und hatte geplant, den Brighton Marathon zu nutzen, um Spenden für eine ugandische Schule zu sammeln, mit der wir zusammenarbeiten. Nachdem ich aber einen Kollegen sagen hörte: „Heutzutage läuft ja jeder einen Marathon für wohltätige Zwecke“, beschloss ich nach Brighton, mich an einem 24-Stunden-Lauf zu versuchen. Irgendwie hatte ich mich selbst davon überzeugt, dass ich, nachdem ich einen Marathon schluchzend beendet hatte, auch 24 Stunden auf den Beinen durchhalten könnte. Mein Trainingsplan war eher ein Plan als ein richtiger Plan. Er bestand eigentlich darin, nach Brighton nicht weiter als 32 Kilometer am Stück zu laufen, bevor ich dann beim Endure 24 auftauchte – ohne eine Ahnung, was mich erwarten würde. Wie sich herausstellte, erwartete mich eine Menge Spaß, ein 24-Stunden-Picknick, einiges an Humpeln und jede Menge Zeit auf den Dixi-Klos. 120 Kilometer später war ich begeistert. Ich hatte eine Sportart gefunden, die mir Spaß machte; eine, bei der Bergaufgehen und Plaudern ausdrücklich erwünscht waren.

Nachdem ich einige Jahre lang jährlich einen Marathon und ein paar Ultramarathons gelaufen war, geriet ich in den falschen Freundeskreis – genau die Sorte Mensch, vor der einen die Mutter immer warnt. Eine seltsame Truppe, viele von ihnen mit Trikots des 100-Marathon-Clubs. Sie überzeugten mich, dass regelmäßige Marathonläufe das Training dazwischen überflüssig machen würden. Ich fiel darauf herein. Dann redeten sie mir ein, dass es bei Zeitläufen mit Rundenmessung sinnvoll sei, eine Bonusrunde zu laufen, um so einen Ultramarathon zu absolvieren.

Es war unvermeidlich, dass mir irgendwann der Gedanke an einen 100-Meilen-Lauf durch den Kopf gehen würde. Im Januar, kurz vor meinem 45. Geburtstag und nur noch wenigen Läufen bis zu meinem 50. Marathon/Ultra, schien dieses Jahr ein idealer Zeitpunkt dafür zu sein. Nach monatelangem Kilometeraufbau, inklusive einiger Wochenenden mit jeweils zwei 50-km-Läufen, erinnerte mich mein Körper daran, dass ich nicht mehr der Jüngste bin. Meine Achillessehne machte mir Ende Januar für einige Wochen einen Strich durch die Rechnung. Nur einen Monat vor dem Wettkampf absolvierte ich meinen ersten langen Lauf nach der Pause gleich einen Marathon – den ersten von dreien innerhalb einer Woche –, bevor ich mit dem Tapering begann. Meine Achillessehne hielt durch, und ich fing an zu glauben, dass die Idee vielleicht doch nicht so abwegig war.

Weniger als eine Woche, bevor ich ins Ungewisse aufbreche – bin ich bereit? Kann man überhaupt bereit sein? Ich bin ziemlich stur und habe genug Proviant im Kofferraum, um meine kleine Familie zu versorgen. Spielt es überhaupt eine Rolle, ob ich die Ziellinie erreiche oder nicht? Ob ich es schaffe oder nicht, ich werde mein Bestes geben. Ich werde stolz auf mich sein.

Auf den Glauben, dass alles möglich ist! Auf die Angst vor dem Scheitern! Auf das Laufen!

 
------------------------------------------------------
 
Ein riesiges Dankeschön an Karen, dass sie ihr Laufabenteuer mit uns geteilt hat... wir sind schon sehr gespannt, wie sie mit den 100 Meilen zurechtkommt!!
 
Wenn Sie Ihre Laufreise teilen möchten, kontaktieren Sie uns unter info@runr.co.uk.

Viel Spaß beim Laufen!

Teamleiter.

Dein Warenkorb ist leer