Manche fangen mit dem Laufen an, um fit zu bleiben oder abzunehmen. Andere suchen so eine Herausforderung. Meine Laufkarriere begann aus anderen Gründen … eher durch Zufall.
Im Jahr 2005 veränderte sich mein Leben schlagartig. Innerhalb von nicht einmal sechs Monaten starben zwei Familienmitglieder. Zuerst mein Onkel, 46 Jahre alt, dann drei Monate später mein Patenonkel, 52. Beide starben an einem Schlaganfall. Es war nicht das erste Mal, dass meine Familie mit diesem Problem konfrontiert war. Diabetes und Herzkrankheiten liegen bei uns seit Generationen in der Familie. Als ich noch klein war, starb mein Großvater an Diabetes, aber ich war damals zu jung, um es zu verstehen. Doch in jenem Jahr war alles anders. Es war ein echter Weckruf.

Obwohl meine Gesundheit nicht unmittelbar bedroht war, hatte ich das Gefühl, etwas unternehmen zu müssen. Ich ernährte mich zwar relativ gesund, aber es reichte nicht.
Als Kind habe ich immer wieder verschiedene Sportarten ausprobiert, von Taekwondo bis Tennis. Doch trotz aller Bemühungen meiner Eltern konnte ich mich nie wirklich für eine davon begeistern.
Leichtathletik war wohl die einzige Disziplin, die mich wirklich begeisterte. Vor allem Sprinten machte mir anfangs großen Spaß. Doch schon bald wurde die Atmosphäre in meinem damaligen Verein extrem wettbewerbsorientiert. Da verlor ich den Spaß.
Also fing ich an, alleine zu laufen. Ich wusste nicht, wohin das führen würde oder wie lange ich das machen würde. Ich musste einfach laufen.
Es war hart. Mir fehlte die Technik und die Ausdauer, aber ich machte einfach weiter. Anfangs war es für mich eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen und die Trauer zu verarbeiten. Wie eine Therapie. Doch je länger ich durchhielt, desto mehr spürte ich die positiven Auswirkungen auf meinen Körper. Ich fand endlich wieder zu ihm zurück.

Versteh mich nicht falsch. Es war nicht immer leicht, die Motivation dafür zu finden. Besonders die Winter waren hart. Ich musste gegen den Wind, die Kälte und die tägliche Versuchung ankämpfen, mich auf mein gemütliches Sofa zu kuscheln. Aber ich hatte immer das Gefühl vor Augen, das ich nach dem Laufen haben würde.
Mit der Verbesserung meines Lauftempos entwickelte sich auch mein Leben positiv. Ich lernte weiterhin von anderen Läufern und perfektionierte meine Technik. Ehe ich mich versah, überwog das Glück den Schmerz. Ich fühlte mich lebendiger, produktiver und offener für andere. Mein Leben ging wieder voran.
Das Laufen half mir nicht nur, die Trauer zu verarbeiten. Es öffnete mir die Augen für unzählige Aktivitäten und Möglichkeiten. Ich entwickelte eine Leidenschaft für Sport und machte Fitness zu einem festen Bestandteil meines Lebens.
Seit zwölf Jahren entwickle ich mich stetig weiter und erreiche meine Fitnessziele. Immer wenn es mal schwierig wird, weiß ich, dass ich etwas habe, das mir Freude bereitet und auf das ich mich konzentrieren kann. Und mit unserer Hilfe können auch Sie individuelle und motivierende Fitnessziele finden und erreichen.
Vielen Dank an Marie, dass sie sich geöffnet und ihren Grund für das Laufen mitgeteilt hat.
Sie können Marie auf Twitter unter @RepNPepper und auf ihrem Fitnessblog unter http://repnpepper.com folgen.
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Viel Spaß beim Laufen und sei stolz darauf, ein Läufer zu sein!
Teamleiter.