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Der Anfang: Wie man Triathlet wird – von Johanna Lechner

The beginning: How to become a triathlete - by Johanna Lechner

Der Anfang: Wie man Triathlet wird

Hallo zusammen, ich heiße Johanna Lechner, bin 23 Jahre alt und Triathletin in meiner Altersklasse (Deutschland). Dieses Jahr nehme ich an der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Südafrika teil. Ich freue mich, meine Geschichte mit euch zu teilen!

Vor etwa zwei Jahren bin ich einem Triathlon-Team in meiner Heimatstadt beigetreten und habe mich intensiver mit Triathlon beschäftigt. Zuvor hatte ich an einigen regionalen Triathlon-Wettkämpfen teilgenommen, was mir zwar Spaß gemacht hat, aber nach einer Weile merkte ich, dass ich mehr erreichen wollte. Ich wollte besser und stärker werden und ein strukturierteres Training absolvieren. Außerdem habe ich vor meinem Teambeitritt viel alleine trainiert. Das ist zwar praktisch, da man trainieren kann, wann immer man will, aber andererseits ist es schwieriger, sich allein bei schlechtem Wetter zum Training nach draußen zu motivieren. Im Team lernte ich meinen Trainer kennen und mir wurde schnell klar, dass ich ganz von vorne anfangen musste. Als ehemalige Schwimmerin hatte ich keinerlei Erfahrung mit Radfahren und Laufen, und vor allem meine Lauftechnik war miserabel!

Laufen und Schwimmen an einem Tag zu absolvieren, war anfangs extrem hart und stand unglaublich oft auf meinem Trainingsplan! Nach einem Jahr wollte ich die Zusammenarbeit mit meinem Trainer intensivieren und individuelle Trainingspläne entwickeln, die perfekt zu meinen Ambitionen, meinem Leistungsvermögen und meinem Wettkampfkalender passen. Und dann das: Ich erzählte meinem Trainer, dass ich mich für meinen ersten Ironman 70.3 angemeldet hatte, nachdem wir uns auf eine zukünftige Zusammenarbeit geeinigt hatten! Haha! Er war zunächst völlig perplex und meinte, es sei viel zu früh für mich, an so einem Rennen teilzunehmen. Aber es war zu spät, wir mussten es einfach wagen! J

Ehrlich gesagt war ich sehr beeindruckt vom Trainingspensum meiner Teamkollegen. Oft dachte ich: „Wie schafft ihr das bloß? Ihr habt doch alle einen Vollzeitjob, Familie, ein soziales Leben und so weiter …?“. Ich trainierte einfach weiter und folgte den Anweisungen meines Trainers. Und nach einer Weile wurde mir klar: Man kann nicht einfach morgens aufwachen und plötzlich Triathlet sein. Es ist etwas, woran man arbeiten muss, etwas, in das man sich hineinversetzen muss. Nicht nur der Trainingsplan, sondern auch die Mentalität, die Gedanken und das soziale Umfeld. Das macht man nicht einfach so. Es passiert, weil man den Sport liebt und jeden Tag daran denkt. Man merkt es, wenn man sich in Triathlonräder und die neuesten Laufräder verliebt. Wenn man anfängt, sich über Renn- und Neoprenanzüge zu informieren, und schließlich, wenn die Kollegen einen komisch anschauen, wenn man morgens mit nassen Haaren im Büro auftaucht, Handtücher und Badehose trocknet und nachmittags in Laufkleidung für den Feierabendlauf wieder geht (was man dann natürlich völlig normal findet).

Die meisten Menschen haben vor ihrem Triathlon-Einstieg eine Leidenschaft für eine der Disziplinen. Meine war Schwimmen. Ich bin in meiner Kindheit viel geschwommen. Das hilft mir jetzt, weil ich die Freistiltechnik nicht von Grund auf lernen muss. Die meisten Triathleten waren früher Radfahrer oder Läufer und tun sich mit dem Schwimmen schwer. Meine größte Herausforderung ist die Kraft in meinen Beinen, um richtig stark zu paddeln, und meine geringe Lauferfahrung und Ausdauer, um den Triathlon mit einem schnellen Lauf zu beenden. Jeder hat etwas, woran er oder sie arbeiten muss – das ist keine Ausrede, nicht mit Triathlon anzufangen.

Ich hoffe, dass immer mehr Menschen vom Sofa aufstehen und trainieren und kämpfen, um ihre Ziele zu erreichen. Dabei dürfen sie ihre Gesundheit und Sicherheit nicht vergessen. Dein Kopf mag bereit für einen Marathon oder Triathlon sein, aber das heißt nicht unbedingt, dass dein Körper, deine Muskeln und deine Knochen für so einen Wettkampf bereit sind. Hört bitte immer auf euren Körper und dann… legt los! J

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Vielen Dank für den Blog, Johanna! Wenn du ihre Erfolge als Triathletin verfolgen möchtest, schau dir die folgenden Links an:

https://www.instagram.com/johanna_le_tri/

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